netzstaub

beatz & funkz

Thursday, February 26, 2004

Brettern

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Alleluyark de Ark. This is a music recording in a technical futurist. Futurist techno musica electronicodecapuci-utz-utz-utz poum poum tchakatchakatchaka tchirrrp tchirrrppp TAK TAK TAK TAK!

Hardfloor. Zoingdigizoing utz utz utz zoindigigigigitschrrrrrr utz utz utz.

posted by manuel at 12:32 am  

Wednesday, February 25, 2004

Kein bessrer Mann

Aus Volker Michels Vorwort zu “Hermann Hesse, Thomas Mann – Briefwechsel”:

Der Schweizer Literaturkritiker Otto Basler (1902-1984) hat uns eine charakteristische Anekdote überliefert. Er war mit den beiden Dichtern so gut befreundet, daß sie ihn sogar in seinem Aargauer Heim besuchten. Als Thomas Mann am 6. Juli 1950 vor seiner Haustür stand, begrüßte ihn Otto Basler mit dem Schiller-Zitat: “Ein werter, treuer Gast, kein bessrer Mann ist über diese Schwelle noch gegangen.” Darauf habe Thomas Mann einen Augenblick gestutzt, seinen Fuß von der Stufe zurückgezogen und verschmitzt entgegnet: “Aber sagen Sie, lieber Freund, ist nicht kürzlich Hermann Hesse dagewesen?” “Ja, das schon”, antwortete Otto Basler, “aber er betrat das Haus von der anderen Seite.” “Ach so”, erwiderte Thomas Mann und kaum daraufhin munter herein.

posted by manuel at 12:24 pm  

Wednesday, February 25, 2004

Was mich an Orkut voll stört

Jetzt gibt es bei Orkut bunte Statistiken, die etwa so aussehen: wer sind die Top10 Connectors (also Menschen, die am meisten Leute über Friends of Friends zusammenbringen), wer sind die Top10 Stars (also Menschen mit den meisten Fans) und wer sind die Top10 Celebrities (also Menschen, deren Profile am meisten gesichtet wurde). Ich finde das so total Panne, weil es keineswegs irgendwelche reale Verhältnisse wiedergibt, und weil es vollkommen nutzlos ist (will ich wirklich Menschen mit > 150 Coolness Punkten kennenlernen?). Was mich persönliche als unhype, unerotische und uncoole Person an Orkut interessiert, ist Menschen zu finden, die interessant sind, sprich, die vielleicht dieselben Bücher lesen wie ich, oder vielleicht dieselbe Musik hören, und genau die Optionen fehlen auf der Searchseite. Von da aus kann ich mir dann angucken, was diese Leute weiterhin so mögen, und so auf neue Sachen kommen, oder vielleicht eben nur interessante gleichgesinnte, oder komplett anders gesinnte Menschen kennenlernen. So benutze ich Orkut im Moment, indem ich eine interessante Community anklicke, und von dort aus Profiles anklicke. Die metrischen Angaben (Coolness, usw…) spielen da genau keine Rolle, weil die komplett nichtssagend sind. Wer viele Friends hat, hat auch mehr Punkte, und sowie bedeuten die Punkte für jeden was anderes, und die Leute die ich nicht leiden kann haben genauso viele Coolnesspunkte wie die die ich super gerne hab. Naja… Irgendwann mal trashen, das Ganze.

posted by manuel at 12:19 pm  

Wednesday, February 25, 2004

Gedichtstunde

Last Night I Drove A Car

Last night I drove a car
not knowing how to drive
not owning a car
I drove and knocked down
people I loved
…went 120 through one town.

I stopped at Hedgeville
and slept in the back seat
…excited about my new life.

Gregory Corso

posted by manuel at 12:12 am  

Tuesday, February 24, 2004

Lisptasten

Just to show I’m not idling away, and actually build pretty cool l33t stuff (in my eyes, that is): Symbolics USB Keyboard.

posted by manuel at 9:44 pm  

Monday, February 23, 2004

Nichts schreiben

Und doch ist es in manchen Fällen, versetzte Charlotte, notwendig und freundlich, lieber nichts zu schreiben, als nicht zu schreiben.

Johann Wolfgang Goethe, Die Wahlverwandschaften

posted by manuel at 10:42 pm  

Monday, February 23, 2004

Drogen

Drugs are about changing perception.

posted by manuel at 6:45 am  

Sunday, February 22, 2004

Influence des habits

baggy pants

Il y a quelques jours, alors que tous mes pantalons larges étaient crades, j’ai remis un vieux pantalon en velours, un peu trop petit, un petit peu serré, pour voir ce que ça allait donner. Première constatation, j’ai des jambes toutes maigres et quand j’ai un pantalon serré, on dirait une araignée. Quand en plus le pantalon est légèrement trop court, et qu’on voit les chaussettes de sport blanches par dessous le pantalon noir, et bien ça fait affreux. Et avec le gros pull de hacker, ça fait geek complet, mais alors vraiment. Et le truc intéressant, c’est que l’habit fait le moine, et que ces vêtements somme toute complètement hideux m’ont renvoyé quelques années en arrière, quand j’était le gros geek qui se sentait assez mal dans sa peau. Conclusion, plus jamais de pantalon normal et serré et moche, je me sent vraiment mieux et beaucoup plus libre dans mes habits 5 tailles trop grands 🙂

posted by manuel at 11:01 pm  

Sunday, February 22, 2004

Der vernetzte Egoist (Tag 3)

Am Sonntag fand dann die lang erwartete Podiumsdiskussion statt, die unter dem Motto “Kommunikation: Von der Lanparty zur Violine” lief. Eingeladen und gekommen waren Prof. Dr. Christiane Funken, Dozentin an dem Institut für Soziologie der TU Berlin, Bernd Diemer, Internetkünstler, Prof. Wolfgang Meyer, Rektor der Musikhochschule Karlsruhe, in deren Räumen die Podiumsdiskussion stattfand. Moderiert wurde das Gespräch durch Prof. Dr. Olaf Schwencke (zu Herrn Schwencke konnte ich nichts eindeutiges ergoogeln, einen Googlelink gebe ich jetzt nicht, weil ich es doch als sehr unhöflich empfinde, eine maschinengenerierte, und dazu sich noch ständig verändernde, Seite zu einer Person anzugeben). Zum Glück kannte ich schon die meisten Teilnehmer (bzw. Teilnehmerin) vom Italiener am Vorabend, so dass ich nicht beim Betreten der Bühne an Herzschwäche umfallen musste. Eingeleitet wurde die Matinee mit Musik durch ein Musikstück für Klavier und Gesang, vorgetragen von zwei Frauen (wohl Studentinnen an der Musikhochschule), leider wurde nicht angesagt, um welches Stück es sich handelte, entzückend und berührend war es allemal, und hervorragend gesungen, leider kann ich jetzt eine Woche später kaum mehr sagen, was es war. Generell sind meine Erinnerungen an die gesamte Veranstaltung so verschwommen, dass ich mich jetzt fest entschlossen habe, meinen Palm wieder überall mitzuschleppen und zu jedem kleinen Detail Notizen zu machen, sonst wird das ja hier nichts mit dem gewissenhaften Bloggen. Nach etwa zwanzig Minuten Musik wurden auf die Bühne gebeten, wo neben dem imposanten Steinway-Flügel füng Ledersessel und niedrige Tische aufgestellt waren, auf den Tischen stand jeweils eine Mineralwasserflasche und ein Glas. Links von mir saß Bernd Diemer, rechts Olaf Schwencke, ferner rechts dann Christiane Funken und letztendlich Wolfgang Meyer. Herr Schwencke leitete die Diskussion ein, indem er einen kurzen Zeitungsbeitrag aus der Zeit vorlas, in der bemängelt wurde, dass die junge Generation so vernetzt und verfernseht und verhyped sei, dass in ein paar Jahren die Gesellschaft wegen fehlendem politischen Engagement qualvoll enden würde. Dann fragte er mich, was ich als Jüngster in der Runde davon denken würde. Schreck! Was soll ich denn darauf antworten? Ehrlich gesagt denke ich, dass die Vernetzung an diesem Desinteresse nicht, bzw. kaum schuld ist, sondern viel mehr die hochgepriesene Konsummentalität und der komplett geistlose Inhalt der meisten Fernsehbeiträge und high-traffic-Kommerzwebseiten ist. Das lass ich jetzt ganz pauschal und undifferenziert stehen, weil keine Lust, genaueres zu erzählen 🙂 Zum Glück bemerkte Herr Schwencke recht schnell meine Verlegenheit, und formulierte eine neue, sachliche Frage, und zwar, was denn überhaupt eine Lanparty sei. Die Frage beantwortete ich auf total langweiliger Art, indem ich von Zockerparty, Demoparty und Hackerparty redete, und dann auch noch vergaß zu erwähnen, dass eine solche Veranstaltung keine Party in dem Sauf-, Tanz- und Gröhlsinne ist. Von dem Zeitpunkt an kann ich mich nicht mehr an den genauen Ablauf der Diskussion erinnern, deswegen gebe ich jetzt einfach mal die Gedanken wieder, die ich noch aus meinem Gedächtnis ausgraben kann.

Frau Funken ging recht ausgiebig auf den Punkt ein, dass Email ein kaltes Medium (wohl im Sinne von McLuhan?) sei, bei dem ausser der textlichen Information keine zusätzlichen Daten übermittelt werden, also nicht z.B. wie beim Gespräch in der wirklichen Welt, wo die Körpersprache wichtige Details vermittelt, z.B. ob der Gesprächspartner glaubwürdig, ruhig oder eben schüchtern oder nervös ist. Email sei deswegen nicht unbedingt angebracht für Konfliktlösung (was man relativ leicht an den unzähligen Flamewars, auch unter netzgewöhnten Menschen, sieht). Email oder ähnliche textbasierende Kommunikationsmedien sind laut Frau Funken auch im professionellem Umfeld schwer zu meistern, weil es noch keine kodifizierte Kommunikationsregeln gibt (wie schreibt man z.B. einen unbekannten Kunden in einer Email an?). Bernd Diemer wurde dann gefragt, inwiefern sich diese neuen Kommunikationsmedien zu künstlerischen Zwecken einsetzen lassen.In seiner Antwort erwähnte er, dass SMS kaum verwendet wurden, um Kunst zu machen. Vielleicht ändert sich das mit MMS, die ersten Kunstmoblogs gibt es ja schon. Der weitere Verlauf der Diskussion war eigentlich wenig aufregend, da eigentlich alle Gesprächspartner miteinander einverstanden waren, bis auf Herr Mayer, der als Musiker nicht ganz mitmischen konnte. Ursprünglich waren noch weitere ReferentInnen zu den Themen Musik und Tanz eingeladen, die dann schliesslich nicht kamen, so dass nur noch die Lanparty-Fraktion der Teilnehmer vertreten war. Herr Mayer erwähnte allerdings, dass bisherige Internetkonzerte (er war bei dem ersten übers Internet gesendeten Konzert dabei) vom Visuellen her eher unbrauchbar, vom Auditiven her allerdings sehr gut waren. Nach der Podiumsdiskussion wurde dann ein weiteres Duett Klavier/Gesang vorgetragen, und dann ein Lied von Schubert für Klavier, Klarinette und Gesang, und dann waren auch die Karlsruhe Gespräche zuende. Das ZAK hat mich jetzt um ein Manuskript meines Beitrags zur Podiumsdiskussion gebeten (in Form eines Word-Dokumentes auf einer Diskette, ich hoffe das Email auf akzeptiert wird), sowie um ein Abstract für die Seite karlsruhe2010.de. Ich bin mal gespannt, was ich da so produzieren werde.

posted by manuel at 10:48 pm  

Sunday, February 22, 2004

Prose

– Serguei, il faut supprimer la prose.
– Quoi ?
– Je viens de lire une description de la campagne. Ah ! J’en ai assez de l’odeur de miel des pres, des vastes espaces du bord de la Volga, des fameux bourgeons qui eclatent sur les arbres, des steppes… Tout cela n’est plus de la litterature, depuis longtemps deja, mais de la contrefacon.

Mikhail Boulgakov a Serguei Ermolinski

posted by manuel at 4:50 pm  
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