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Monday, February 2, 2004

Töne der letzten Wochen

In den letzten Wochen wurde ich ziemlich überhäuft mit neuer Musik, mein Dank geht hier an meinem Lieblingseselsklave neingeist, der mir die Musik von Play with the machine besorgte, und an den querfunk.

Zu “The Darkness” hatte ich schon im letzten Monat was geschrieben, im Nachhinein muss ich sagen, dass die Platte wirklich sehr kurz und eintönig ist, sprich sehr schnell langweilig wird. Mittlerweile habe ich eigentlich gar keine Lust mehr sie zu hören, obwohl ich sie nur 3 bis 4 Tage auf dem iPod behalten habe. Tja, so ist es mit FM-Rock :).

Nächste Platte auf der Playlist war dann “Comme on a dit” von “Louise Attaque”. Deren erste Platte “Louise Attaque” war 1998 in Frankreich ein Riesenerfolg, mit melankolischen Akustikrockstücken a la Violent Femmes, wie z.B. “Son invitation”, oder “Les nuits parisiennes” (das Album wurde übrigens von Gordon Gano der Violent Femmes produziert). Die Platte war ganz nett, ziemlich groovig, und relativ folkig-unkonventionell wegen dem Geiger Arnaud Samuel, aber wiederum auch nichts was man 3 mal hintereinander anhört. Vor ein paar Wochen bin ich beim Sambasharerumbrowsen wieder draufgestossen, und habe beim Klicksurfen entdeckt, dass die Gruppe 2001 eine neue Platte rausgebracht hatte. Nun, die zweite Platte ist… der ersten extrem ähnlich. Diesmal fehlt aber die Klarheit der ersten Platte, und viele Stücke gehen in Gitarrenakkordenchaos und Violinengequietsche unter (ich gestehe, dass mir funkige Bass und Gesang Lieder extrem gefallen). Alle Stücke auf der Platte sind ein bisschen schwergewichtiger, ein bisschen emphatischer, ein bisschen “too much”, und bis auf das Titellied “Comme on a dit” fehlt es der Platte an richtigen Ohrwürmern (wo die erste Platte doch gleich 3 bis 4 ultimative Radiohits gelandet hat, und das obwohl der Klang doch Gruppe doch nicht gerade FM-standard ist).

Dann sind wir irgendwann mal mit Neingeist wieder einen Kaffee im AKK trinken gegangen, und da lief schön brutal Hardcorepunk-Musik, beim Headbangen fast den kompletten Kaffee verschüttet. Beim Nachfragen hinter der Theke stellte sich raus, dass die krassen Töne von Madball sind. Das hat dann auch meine kurze aber intensive Hardcorepunkphase getriggert. Nun gut, wenn man auf sowas steht :) Besonders trollig und abrockend ist “Hold it down”, grunziger Hardcore, trashige Numetal-Riffs, das Ganze mit leichten Hiphop-Einsätzen gesalzen, lecker! “MAAAAAADDDBAAOAOOOOOOHHHHHLLLLLLLL” *gröhl*

Langsam trudelten auch die ersten Platten die auf Play with the machine verlinkt waren ein. Die Erste die ich intensiver hörte war “Chutes too narrow” von “The Shins”. Kurz gefasst ist “Chutes too narrow” eine recht subtile, melodische Pop-platte. Instrumentierung besteht aus viel Steel-guitar, elektrische und akustische Gitarre, Bass, Mundharmonika und Schlagzeug, was ziemlich eindeutig nach Folkband klingt, was “The Shins” aber nicht sind (bzw. nicht nur :) Zum einen wegen der glasklaren, leicht rotzigen Stimme des Sängers James Mercer, die sehr an die Beach Boys erinnert, zum anderen sind das Tollste an den Shins die Texte, die feinfühlig und leicht traurig funkeln. So z.B. die Lyrics von dem Lied “Pink Bullets”:
Cool of a temperate breeze from dark skies to wet grass
we fell in a field it seems now a thousand summers passed
when our kite lines first crossed
we tied them into knots
and to finally fly apart
we had to cut them off.

Since then it’s been a book you read in reverse
so you understand less as the pages turn

Generell aus einer ähnlichen Indie-Folk-Pop Ecke wie “The Shins” kommen auch “The Unicorns”, die Platte ist aber viel grunziger und trashiger und chaotischer, was mir eigentlich gefallen sollte. Da ich aber die Platte beim Arbeiten letzte Woche laufen hatte, ich mich dabei tierisch geärgert habe und die doofe Musik mich nur noch mehr genervt hat, hab ich die Platte erstmal zur Seite gelegt, und erstmal was straighteres wieder aufgelegt. Ein anderes Mal vielleicht :) Und langsam geht mir auch dieser Blogeintrag auf den Geist, da ich schon seit heute Mittag dran rumschreibe. Also erstmal Schluss für heute, obwohl ich eigentlich noch ca. 10 Platten letzte Woche entdeckt habe :).

posted by manuel at 8:20 pm  

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