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Saturday, February 26, 2005

Biochemie und Mikroorganismen

In der Technology Review vom November 2004 gibt es einen Artikel namens “Mikrofabriken aus der Erde”, der von dem Einsatz von Mikroorganismen zur Gewinnung von Chemikalien (Enzyme, Alkohol, Nahrungszutate wie Aspartam) handelt. Der Artikel berichtet vorwiegend über die Brain AG, die in der Nähe von Darmstadt Mikroorganismen züchtet, um aus ihnen industriell Chemikalien zu gewinnen. Dazu kommen heutzutage hauptsächlich Gentechnik-Werkzeuge zum Einsatz. Laut einer Pressemeldung: “Derzeit verfügt die BRAIN über Metagenombanken von über 130 Gigabasen Umfang, was schätzungsweise mehr als 6000 mikrobiellen Genomen entspricht”. Diese Datenbanken stellen sie anscheinend dem Zentrum für molekulare Evolution und Biodiversität zur Verfügung, die Webseite verrät allerdings ziemlich wenig. Das Forschungsgebiet von Christa Schepler, die Leiterin des ZEB, scheint Archaea zu sein. Archaea gehören einer eigenen Lebensformgruppe, neben Bakterien und Eukaryoten, und wurden am Ende der 70er Jahre entdeckt. Ich denke, das besondere Interesse von Firmen wie Brain AG an Archaea, dass diese in ziemlich extremen Umgebungen überleben können, und dass die durch Archaea synthetisierte Produkte auch unter hohen Temperaturen z.B. funktionsfähig bleiben. Ein Artikel über Biokatalyse, der dem Artikel der TR ziemlich ähnlich ist, ist hier zu finden. Nature hat eine Insight-Ausgabe über Biokatalyse veröffentlicht. Jedenfalls ein sehr spannendes Thema.

posted by manuel at 3:49 pm  

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