{"id":125,"date":"2009-01-22T03:24:45","date_gmt":"2009-01-22T02:24:45","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.bl0rg.net\/sprawl\/?p=125"},"modified":"2009-01-22T03:24:45","modified_gmt":"2009-01-22T02:24:45","slug":"flug-nach-alice-springs","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blogs.bl0rg.net\/sprawl\/2009\/01\/22\/flug-nach-alice-springs\/","title":{"rendered":"Flug nach Alice Springs"},"content":{"rendered":"<p>Ich fange einfach mal am Vorabend meines ersten Inlandfluges nach Alice Springs an, und zwar mit dem Packen. Ich hasse es! Irgendwie finde ich immer keinen rechten Anfang und diesmal hatte ich auch keine Waage, um ein Auge auf dem Gewichtslimit (20kg) zu haben. Ich habe ausserdem mein Jetlag immer noch nicht ganz \u00fcberwunden (p\u00fcnktlich zwischen 18:00 und 19:00 setzt die bleierne M\u00fcdigkeit ein), weshalb ich g\u00e4hnend mit zwei weiteren Mitbewohnern zwischen meinen Sachen auf dem Boden sa\u00df und selbige mehr oder weniger organisiert im Rucksack verstaute. Zwischendrin hab ich durch gezieltes Wegwerfen und Verschenken das Gewicht reduziert; meine beiden H\u00fcte aus Deutschland werden jetzt ohne mich ihre weitere Reise durch Australien fortf\u00fchren. Ausserdem nicht mehr im Rennen: massenhaft Brosch\u00fcren und meine Badeschlappen aus dem Seehotel Aschaffenburg (hab ich mit freundlicher Genehmigung des Hotel vor ein paar Monaten dort mitgenommen).<\/p>\n<p>Nach dem Packen hab ich mich dann in die Internet-Lounge gesetzt, um mein restliches Guthaben noch zu verbraten. Leider hat&#8217;s nur noch f\u00fcr ein ca. f\u00fcnfmin\u00fctiges Skype-Telefonat mit Kerstin gereicht, welches der Timer von \u00bbGlobal Gossip Internet Access\u00ab abrupt mitten im Satz beendete. Ich w\u00fcrde ja auch gerne mal mit meinen Eltern und meinem Bruder sprechen, aber die sind fast nie online.<\/p>\n<p>Meinen letzten Gutschein f\u00fcr ein Freigetr\u00e4nk in der Bar nebenan hab ich dann meinem Mitbewohner als Abschiedgeschenk \u00fcberreicht und bin kurz nach Mitternacht ins Bett gegangen. Gegen 4:40 Uhr war&#8217;s dann mit der Nachtruhe vorbei, als eine Horde junger Menschen randalierend durch den Flur zog. Ich glaub, ich hab einen Mitbewohner geh\u00f6rt&#8230; vielleicht h\u00e4tte ich ihm das Freibier doch nicht geben sollen. Ich hab dann noch bis 6:00 Uhr vor mich hinged\u00e4mmert, geduscht, den nassen Krams aussen an den Rucksack geklemmt und bin in die K\u00fcche. Ich hab mein Essen doch noch ganz gut dezimieren k\u00f6nnen; \u00fcbrig sind: Salz &amp; Pfeffer, Dosensuppe (K\u00fcrbis), Instant-Nudelsuppe, eine Scheibe toast-\u00e4hnliches Brot und zwei fast-volle Frischk\u00e4sedosen. Ich hab alles meinen Mitbewohnern \u00fcberlassen. Auf lange Sicht muss ich dringend lernen, etwas weniger Vorratshaltung zu betreiben. Nach einem kurzen und hektischen Fr\u00fchst\u00fcck (zwei hartgekochte Eier, eine Scheibe K\u00e4se, Frischk\u00e4se und ein Schokomuffin) geht&#8217;s in die Lobby zum Auschecken. Der Shuttlebus kommt \u00fcberp\u00fcnktlich, l\u00e4d alle Wartenden ein, schnautzt ein paar Reisende an (Vorwurf: sie seien zu sp\u00e4t. Wir sind immer noch sechs Minuten vor der offizielle Abfahrtszeit) und ich habe seit langer Zeit mal wieder so richtig Angst! Der Kerl f\u00e4hrt wie ein Irrer, ignoriert rote Ampeln und Verkehrszeichen, f\u00e4hrt ca. 20km\/h zu schnell und hupt mehr als er lenkt. Zur Ablenkung unterhalte ich mich mit dem holl\u00e4ndischen P\u00e4archen nehen mir, das heute wieder nach Hause fliegt. In mir w\u00e4chst der Wunsch, nochc irgendwie in die Blue Mountains zu gehen. Ich denke schon seit meinem zweiten Tag dar\u00fcber nach, meinen Aufenthalt in Sydney um eine Woche zu verl\u00e4ngern. Mal abwarten&#8230;<\/p>\n<p>Ich werde als Erster und Einziger am Sydney Domestic rausgeschmissen, der Rest scheint heute in ferne L\u00e4nder zu reisen. Im Terminal setze ich mich erstmal hin und lade den Scan meines \u00bbelectronic ticket\u00ab im EeePC, da ich meinen Ausdruck irgendwann nach meiner Ankunft verloren habe. Mein Flug ist zwar komischerweise auf keiner Departure-Tafel angeschrieben, aber nach langer Suche finde ich meinem Schalter von Qantas ganz unscheinbar an einer Seite. Ich packe meinen gro\u00dfen Rucksack in seinen Reisebeutel, verschn\u00fcre das Ganze und gehen direkt (keine Schlange) zum Schalter. Hier best\u00e4tigt sich meine Vermutung, ich bin total falsch. Ichc muss zum Terminal 3 auf der anderen Seite des Parkplatzes. Also schultere ich meinen Rucksack (man stelle sich hier einfach jemanden vor, der einen 20kg-Reissack transportiert) und trabe durch die morgentliche Sonne \u00fcber den Parkplatz. Im Terminal drei erwartet mich dann er gewohnte Anblick: eine sehr lange Menschenschlange, die siche tr\u00e4ge vor drei Check-In-Schaltern windet. Eine Mitarbeiterin von Qantas scheucht mich freundlich zum elektonischen Check-In, wo ich mir meinen Boarding-Pass ausdrucke und mich in die lange Schlange einreihe. Meinen Rucksack schleife ich dabei mit meinem rechten Arm \u00fcber den Boden&#8230; morgen werde ich etwas Muskelkater haben. Mein Gep\u00e4ck ist etwas zu schwer (300g), aber ich darf es trotzdem aufgeben und auch der Sicherheitscheck verl\u00e4uft ereignislos. Am Gate hole ich mir erstmal ein fl\u00fcssiges Fr\u00fchst\u00fcck (gro\u00dfe Tasse hei\u00dfe Schokolade), surfe etwas im Netz und warte. Eigentlich w\u00fcrde ich mir gerne die von Quantas betriebene \u00bbAirline History Exhibition\u00ab ansehen, aber die \u00f6ffnet erst kurz vor meinem Abflug. Also schau ich bei Katharina in Tokyo vorbei, mach ein Statusupdate bei Twitter und gehe zwanzig Minuten sp\u00e4ter an Bord.<\/p>\n<p>Die cabin crew ist recht unmotiviert, daf\u00fcr ist der Start ganz witzig: der Taxiway f\u00fchrt erst mittels Br\u00fccke \u00fcber die volle Autobahn und wird dann beidseitig vom Meer flankiert. Nach dem Start gibt&#8217;s nochmal eine klasse Sicht auf Sydney (Fensterplatz, leider direkt hinter der linken Tragfl\u00e4che) und kurz Zeit sp\u00e4ter schweben wir \u00fcber die vom Eisenoxyd rot gef\u00e4rbten Weiten des Landesinneren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-126\" title=\"p1000541\" src=\"http:\/\/blogs.bl0rg.net\/sprawl\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/p1000541.jpg\" alt=\"p1000541\" width=\"456\" height=\"608\" srcset=\"http:\/\/blogs.bl0rg.net\/sprawl\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/p1000541.jpg 456w, http:\/\/blogs.bl0rg.net\/sprawl\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/p1000541-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/p>\n<p>Das Essen ist ganz okay (Sandwich mit H\u00fchnchen), \u00fcber das Wasser freu ich mich gleich aus drei Gr\u00fcnden: es ist sch\u00f6n kalt, schmeckt nicht nach Chlor (ich trinke ja seit Tagen Leitungswasser und die kleinen Flaschen haben genau die richtige Gr\u00fc\u00dfe, um darin Waschmittel u.\u00e4. zu transportieren).<\/p>\n<p>In neunzig Minuten werd ich im bitterhei\u00dfen Alice Springs landen&#8230; ich bin ja mal sehr gespannt, wie&#8217;s da so ist. Ich hab noch keinen Transfer zum Hostel organisiert, hoffentlich wird das weniger chaotisch als in Sydney. Ausserdem muss ich daran denken, meine Uhr um 90 Minuten zur\u00fcckzustellen.<\/p>\n<p>&lt;i&gt;Nachtrag nach der Landung:&lt;\/i&gt; Mit Babys zu Fliegen ist eine ziemliche Gemeinheit! Wir hatten zwei davon in der Kabine und die haben die letzten 15min gebr\u00fcllt wie am Spie\u00df. Klar, die kriegen das mit dem Druckausgleich nicht so einfach hin und der Pilot hat ein paar flotte Kurven gedreht. Sowas zerm\u00fcrbt einen leider etwas&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich fange einfach mal am Vorabend meines ersten Inlandfluges nach Alice Springs an, und zwar mit dem Packen. Ich hasse es! Irgendwie finde ich immer keinen rechten Anfang und diesmal hatte ich auch keine Waage, um ein Auge auf dem Gewichtslimit (20kg) zu haben. 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