{"id":154,"date":"2006-02-28T16:20:40","date_gmt":"2006-02-28T14:20:40","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.bl0rg.net\/netzstaub\/?p=154"},"modified":"2006-02-28T16:20:40","modified_gmt":"2006-02-28T14:20:40","slug":"jazz-und-gitarre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.bl0rg.net\/netzstaub\/2006\/02\/28\/jazz-und-gitarre\/","title":{"rendered":"Jazz und Gitarre"},"content":{"rendered":"<p>Mit Internet laesst es sich gut leben, hier ein kleiner Ueberblick<br \/>\nueber meine jetzige Uebungsroutine (noch kein Lehrer, weil zu<br \/>\nteuer). Es gibt so 2 Aspekte, die ich als ich als Teenie damals mit<br \/>\nder Gitarre nicht so ganz gepeilt habe. Erstens, Uebung bringts,<br \/>\nzweitens, Hoertraining ist super super wichtig. Das hat damals dazu<br \/>\ngefuehrt, das ich sowohl auf technischer Ebene stagniert bin (weil ja<br \/>\nimmer nur rumdudeln nichts wirklich aufbaut), aber auch beim Rumdudeln<br \/>\nnicht das rauskam, was ich hoeren wollte (weil kein Hoertraining, kein<br \/>\nrichtigen Schimmer, wie ich das, was ich intern hoere, erstens singe<br \/>\nund zweitens aufs Griffbrett bringe). Also sieht mein Uebungsablauf<br \/>\nmomentan so aus:<\/p>\n<p>\n<!--more--><\/p>\n<ul>\n<li> Hoertraining mit Singen von Tonleitern, Erkennen von Intervallen,<br \/>\n   Singen von Intervallen, Erkennen von Melodien, Singen von Melodien,<br \/>\n   Nachspielen von Melodien. Da gibt es tonnenweise Zeugs im Netz,<br \/>\n   unter anderem GNU Solfege (unter Windows aber nur so mindergeil),<br \/>\n   das Java Applet auf <a href=\"http:\/\/www.iwasdoingallright.com\/\">I<br \/>\n   was doing allright<\/a>. Dann noch die Aebersold Ear Training<br \/>\n   Buecher und von Gary Willis Ear Training for Guitar<br \/>\n   Players. Erzaehlen im Grunde genommen alle so ziemlich das gleiche<br \/>\n   :}<\/li>\n<li> Technik. Da acker ich mich geradlinig durch die Gitarrenbuecher von<br \/>\n   Leavitt (hab ich gekauft, gibts auch im P2P). Allerdings hab ich<br \/>\n   fuer die Technik ein Buch gefunden, das mir total die Augen<br \/>\n   geoeffnet hat. Ich hatte schon vorher gepeilt, das relaxed sein und<br \/>\n   die minimalsten Bewegungen machen der Weg zu guter Technik ist, war<br \/>\n   mir aber nicht ganz klar wie ich das erreichen sollte (wenn schon<br \/>\n   kein Lehrer, der mir auf die Finger schaut und sagt, das ist gut,<br \/>\n   das nicht). Das Buch ist &#8220;The Principles of Correct Practice for<br \/>\n   Guitar&#8221;, erklaert sehr sehr sehr ausfuehrlich wie man Bewegungen zu<br \/>\n   ueben hat, auf welche Spannungen man achten muss, usw&#8230; Sehr sehr<br \/>\n   cool damit dann an die Techniketueden ranzugehen, ganz ganz langsam<br \/>\n   (15 bpm) wieder anfange einzuueben, und nach 3 Tagen schon merken<br \/>\n   wieviel das gebracht hat. Da hilft auch enorm &#8220;superfokussiertes&#8221;<br \/>\n   ueben, das heisst langsam, und alles vollkommen vollkommen korrekt<br \/>\n   machen, kein einzelner Quietschton, kein einzelner zu frueh<br \/>\n   abgebrochener Klang, keine ausschweifenden Bewegungen mit dem Pick,<br \/>\n   usw&#8230; Dann sehr sehr langsam das Tempo hochdrehen, aber immer<br \/>\n   darauf achten das alles vollkommen korrekt bleibt. Das bringts \ud83d\ude42<br \/>\n   Zur Technik fuer Akkorde usw&#8230; nehme ich noch &#8220;Jazz Guitar<br \/>\n   Masterclass&#8221; von PgMusic, ziemlich Interaktiv, und viel nettes<br \/>\n   Zeugs. Technik kann man auch musikalisch ueben (siehe z.b. die DVD<br \/>\n   von Jamey Aebersold &#8220;Anyone can improvise&#8221;, im Grossen und Ganzen<br \/>\n   den Inhalt von Volume 1 aus der Aebersold-Reihe als Film). Also,<br \/>\n   Akkordfolge auswaehlen, Arpeggios, Tonleiter, Akkorde musikalisch<br \/>\n   dazu ueben. Ansonsten lohnt sich auch der Tipp von Eddy Marron<br \/>\n   (Rhythmiklehre), und zwar das Metronom nicht auf 1, 2, 3, 4 zu<br \/>\n   setzen sondern auf 2 und 4, oder schwieriger noch auf 4 (oder 3,<br \/>\n   oder 3und, usw&#8230;). Generell lohnt sich das Buch von Eddy Marron<br \/>\n   zum Rhythmus ueben, ich mach das jetzt so dass ich die Uebungen<br \/>\n   nicht mehr mit Klatschen und Foobar mache sondern direkt auf der<br \/>\n   Gitarre, leere Saiten anschlagen, usw&#8230;<\/li>\n<li> Jazz. Zur Theorie und generell super super super empfehlenswert<br \/>\n    ist die &#8220;Neue Jazzharmonielehre&#8221; von Frank Sikora. Da ist ziemlich<br \/>\n    alles drin, sowohl Theorie, als auch Hoertraining,<br \/>\n    Improvisationstraining, mit Playalongs, Analysen, zusaetzlichen<br \/>\n    PDFs. Und das Buch kostet nur 30 EUR. Zu Improvisationsuebungen<br \/>\n    kann ich die PlayAlongs von Aebersold empfehlen, und natuerlich<br \/>\n    Band in a Box, das ich eigentlich ziemlich ausschliesslich<br \/>\n    einsetze. Akkordfolge eingeben, Stilauswaehlen, Tempo, und los<br \/>\n    gehts. Man kann Audio aufnehmen, Midi aufnehmen, es gibt tausend<br \/>\n    Standards fuer BiaB im Internet, man kann die Basslines<br \/>\n    nachspielen, mit Voicings rumexperimentieren, Loopen, Muten, Solo<br \/>\n    generieren lassen und nachspielen, alles sehr sehr wild (auch wenn<br \/>\n    die Oberflaeche sehr sehr schlimm ist). Ich benutze auch die<br \/>\n    Uebungen aus &#8220;How To Improvise&#8221; von Hal Crook, die sehr sehr<br \/>\n    schoen sind und nicht auf Technik oder Tonleiter oder Akkordfolgen<br \/>\n    fokussieren, sondern auf Solo-aufbau, Pausen, Melodie, Motive,<br \/>\n    usw&#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das reicht erstmal um ein dickes 5 Stunden Uebungsprogramm<br \/>\nzusammenzustellen, das fuer die naechsten paar Monate\/Jahre ausreichen<br \/>\nduerfte \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Internet laesst es sich gut leben, hier ein kleiner Ueberblick ueber meine jetzige Uebungsroutine (noch kein Lehrer, weil zu teuer). 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