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Monday, January 19, 2004

Hacker als Marketingboten

couverture de "Le culte de l'internet"

Philippe Breton ist ein französischer Soziologe, der sich unter anderem mit dem Internet befasst hat, wie man es z.B. in diesem Vortrag lesen kann. Schön polemisch… Wiederholt hackt er auf die “Priester des Internet-Kultes” ein, die jede Information befreien wollen, die predigen, dass Internet die Gesellschaft verändern wird, die einen gläsernen Cyborg wollen und keinen Mensch. Natürlich wird Internet den Gemeinschaftssinn zerstören und Menschen durch vernetzte Wesen ohne Sozialgefühl ersetzen. Der Vortrag ist eine gekürzte Fassung von seinem Buch “Le culte de l’Internet”. Auf der französischen Seite uzine wird Breton ein bisschen kritisiert und seine Unterstützung einer fragwürdigen Rechtsaktion gegen Internetprovider analysiert.

Folgender Ausschnitt aus einem Interview mit ihm ist interessant:

Or, actuellement, le secteur de la communication est immensément investi par des intérêts marchands. Et, de plus, ceux-ci agissent de manière particulièrement habile en laissant passer une sorte d’avant-garde, en laissant aux défenseurs d’une position anarchiste de type wienerienne le soin d’ouvrir la voie. Je pense à toutes ces tribus d’internautes que l’on appelle hackers, fondamentalement attachées aux idées d’ouverture, de gratuité et d’universalité. Au point que le piratage informatique — à l’exception de rares cas de délinquance réelle — incarne véritablement cette utopie anarchiste fondatrice, l’ouverture des systèmes étant perçue comme une mission libératrice. Donc, si Internet est aujourd’hui gratuit et ouvert (on ne paie que l’accès), ce n’est pas par philanthropie, c’est qu’à l’évidence il s’agit de laisser se créer un besoin, une demande exploitables à l’avenir.

Hastig übersetzt: “Zur Zeit wird der Bereich der Kommunikation enorm finanziell in Anspruch genommen. Die Leute, die das Netz kommerziell verwenden wohl gehen dabei besonders klug vor, indem sie Verteidiger einer anarchistischen Position à la Wiener vorreiten lassen. Ich denke an all diese Gemeinschaften von Internetnutzern, die man Hacker nennt, die grundsätzlich Universalitäts-, Offenheits- und Kostenfreiheitsgedanken verteidigen. Soweit sogar, dass informatische Piraterie, bis auf wenige wirklich kriminelle Taten, als anarchistische Utopie wahrgenommen wird, da das Öffnen von Netzwerken und Systemen als befreiende Tat anerkannt wird. Deswegen ist das Internet heutzutage nicht aus philantrophischen Gründen gratis und offen (man zahlt nur für den Zugang), sondern natürlich um ein Verlangen herzustellen, eine Nachfrage auf die man in der Zukunft zurückgreifen kann.”

Sind Hacker nun wirklich Salesdrones? Zu Trollzwecken hier ein paar weitere Texte von Breton: “Nous devons laiciser Internet”, “Individualisme et Internet: une origine commune?”, “Le culte d’internet”, “Le déclin de la parole”, “Contre le messianisme technologique”, Préface de “Pour en finir avec les marchands de la haine”.

posted by manuel at 11:14 pm  

Monday, January 19, 2004

VoodooPad

VoodooPad screenshot

VoodooPad ist ein Wiki als standalone-Applikation, also genau das, was Neingeist vor ein paar Monaten haben wollte. Recht nett, weil Drag&Drop und apple-foo funktionniert. Seit Version 1.1 kann VoodooPad anscheinend auch über xml-rpc mit Wikis kommunizieren. Mal einhacken…

posted by manuel at 12:09 pm  

Monday, January 19, 2004

Perlfrust

Ich frustriere gerade rum mit Perl. Als eifriger Spidermensch, der gerne automatisiert Webseiten runterlädt, und dann Voodooskripte drüber laufen lässt (z.B. unsere Comicseite), kam mir das Web Scraping Proxy sehr gelegen. Dieser Proxy nimmt HTTP Requests an (auch über HTTPS), leitet diese weiter (oh Wunder!), und gibt gleichzeitig Perlcode aus, mit dem sich die weitergeleiteten Requests nachbauen lassen. Das ist kühl, um z.B. hartnäckige Authorization-schemes zu knacken, oder einfach nur um automatisch Formulare auszufüllen, ohne sich die Formularfelder selber aus dem HTML-Code rauszusaugen.

Leider ist das Programm sehr spärlich gebaut (es kann z.B. keine HTTP Authorization, und Cookies werden nicht dekodiert in den generierten Code ausgegeben). Hier ist eine lesbarere neue Version. Allerdings funktioniert HTTPS anscheinend mit lynx-ssl, aber nicht mit Safari. *frust*

posted by manuel at 1:16 am  

Saturday, January 17, 2004

Dead like me ist

Dead like Me

Dead like me ist eine lustige Filmserie, in der eine Teenagerin (sehr im Ellen Feiss-Stil) von einer Kloschüssel der Raumstation Mir umgebracht wird, um sofort wieder als Grim Reaper auf die Erde zu kommen. Ihr Job ist nun, sterbenden Menschen kurz vor dem eigentlichen Sterben die Seele aus dem Körper zu nehmen, und sie in den Himmel zu führen. Leichte Kost, aber unterhaltsam :}.

posted by manuel at 1:28 am  

Thursday, January 15, 2004

Rapid Serial Visual Presentation

gutenflash-0.8

Vor fast 2 Jahren hatten wir schon einmal mit RSVP gespielt. Heute konnte ich im entropia ein 1×16 LCD finden, und prompt war wieder die Idee da, einen Mini-Ebook-reader zu bauen. Da ich jetzt SD-Card Software für AVRs habe, und das Display scheinbar noch lebt, müsste eine erste Version des Ebookreaders schon bald am Start sein. Uralte Software von damals konnte ich aus dem CVS wieder rausfischen. Die C-Dateien kann man getrost ignorieren, die zwei Perlskripte funktionnieren aber. Mit parse.pl kann eine Textdatei in ein spezielles RSVP-Format konvertiert werden, dass das mit reader.pl abgespielt werden kann. Wie das Format aussieht kann man in rsvp.txt nachlesen. Der Code ist hässlich und wird wahrscheinlich getrasht :).

RSVP ist ein Ansatz, um längere Texte auf einem kleinen Display zu lesen (z.B. einem Handy oder einem Handheld). Anstatt den Text statisch und “papier”-ähnlich darzustellen (in Seitenform) wird der Text dynamisch auf dem Display abgespielt. Der Benutzer muss nicht mehr selber scrollen, sondern nur noch den Wörtern auf dem Display folgen. Die Geschwindigkeit wird “adaptiv” berechnet, d.h. sie wird mit Rücksicht auf die Textstruktur berechnet. Punktuation bremst, kürzere Wörter beschleunigen sie. In diesem Paper wird genauer auf die Details eingegangen. Der erste Abschnitt über das Leseverhalten ist spannend. Auf RSVP bin ich vor 3 Jahren wegen dem Gutenflash Player auf dem iPaq gekommen.

posted by manuel at 8:20 pm  

Wednesday, January 14, 2004

Hardcore Punk

bad brains cover art

Hardcore Fixpnukmucke: Bad Brains, Sick of it all, The Misfits, Dead Kennedys, Suicidal Tendencies. Mal was anderes als Zoot Woman.

posted by manuel at 6:39 pm  

Wednesday, January 14, 2004

Symbolics Inc.: a Failure of Heterogenous Engineering

symbolics

This paper makes for an interesting read. It tries to explain the failure of Symbolics Inc. in the late 80s by showing how the technological self-love and unfocused marketing approach of the company failed to sustain the company.

posted by manuel at 2:59 pm  

Wednesday, January 14, 2004

Design of LISP-Based Processors

lisp2

I found this paper by Guy Steele and Gerald Sussman describing the design of a LISP-interpreting processor (from Jaap Weel).

The paper shortly describes a small subset of LISP and a meta-circular evaluator, quickly moving on to describing an interpreter on a register-machine, and then implementing this interpreter as a VLSI processor. The resulting CPU lacks an ALU (it uses an incrementor for garbage collector purposes), but arithmetic is not necessary for most symbol-manipulating programs (pattern matching, symbolic maths).

The LISP processor consists of two state-machines (the evaluator and the garbage collector). It would be fun to build such a system using today’s low-cost micro-controllers, not following the approach of building a LISP-compiler targeting micro-controllers, but building a “micro-LISP-machine”.

posted by manuel at 11:32 am  

Tuesday, January 13, 2004

Group polarization

Maybe group polarization is the reason why C is so ubiquitous in open source software.

posted by manuel at 8:45 pm  

Tuesday, January 13, 2004

Honigzucchini

Tja… Heute wohl doch kein Tofu, dafür habe ich aber ein Tofurezept angepasst, und anstelle von Tofu Zucchinischeiben gekocht. Geschmeckt hat das allemal 🙂

posted by manuel at 8:43 pm  
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