wenn nerds zuviel zeit haben
Monday, December 18th, 2006wenn nerds zuviel zeit haben um die weihnachtszeit, dann bauen sie ledkuchenhäuser für hacker-congresse. ein kleiner vorgeschmack ist folgender weihnachtsbaum aus handgeschmirgelten leds:
wenn nerds zuviel zeit haben um die weihnachtszeit, dann bauen sie ledkuchenhäuser für hacker-congresse. ein kleiner vorgeschmack ist folgender weihnachtsbaum aus handgeschmirgelten leds:
die stunde rückte näher und ich konnte gerade noch so ein paar gehirnzellen für dem kulla seine lesung “don’t spread the word, cut-up and code!” freimachen (immernoch folien klickend). ich hoffe mal er ist mir nicht böse, wenn ich etwaige anspielungen nicht verstanden haben sollte - den text muss ich nämlich noch in ruhe lesen, um wirklich alles aufzunehmen.
um fast pünktlich fing es dann also an: johl wurde dazu missbraucht, erstmal alle mit fakten, fakten, fakten über confucius aufzuklären, bevor ich begann, die weisheit zu verkünden. mit einem trick brachte ich alle anwesenden dazu, den fehlenden gong zu simulieren, was die tobende menge natürlich in einen rauschzustand versetze, der über die ausbaufähige vorbereitung hinwegtäuschte. getreu dem motto “it doesn’t matter how slowly you go, as long as you don’t stop” konnte ich die teilnehmenden über elemente
des konfuzianismus im modernen software-design *GONG* informieren und niemand widersprach, als ich - getreu confuciusstarship troopers - *GONG* über den einzig guten bug (den toten bug) sprach. alles zum nachlesen gibt’s entropia-wiki.
angesichts des fahnenwahnsinns auf den straßen kamen erstmal meine union-jack-boxershorts zu neuen ehren und wir riefen gleich noch einen (zumindest für hacker/innen) ungewöhnlichen “capture the flag”-wettbewerb aus. (der gewinner bekommt immer noch ein bier von mir für das fähnchen, dass er bei mir abgab, habe ihn leider nicht mehr erwischt und war leider bei seinem ersten versuch zu beschäftigt.)
der geplante ruby-workshop (von den beiden dresdner ruby boyz sven und astro und meiner wenigkeit) fand leider nicht sehr viel anklang, was aber auch an unserer verpeilten vorbereitung und des viel sexieren gewusel von dividuum lag. nächschtes mal bereiten wir uns mal richtig vor… wenigstens gab’s mindestens zwei teilnehmer, die ein wenig mehr ruby lernten.
der samstag war für mich eher anstregend, denn selbstverständlich hatte ich natürlich noch keine folien für den abendlichen vortrag in “konfuzianischer philosophie im software-design” geklickt und musste das alles an diesem tag nachholen. deswegen hatte ich auch wenig gelegenheit den anwesenden vom ccc französisch-norditalien (u.a. fukami und johl) zu schnacken bzw. stand zu sehr unter strom für bilaterale verhandlungen.
wera und ich fuhren also am freitag nach bzw. während des radiocamps nach karlsruhe zur gpn. ich war total überrascht, nicht nur eine deko vorzufinden, die abfetzmäßig porno war, sondern auch dass das hackcenter bereits praktisch voll war. so konnte es auch bald mit guter stimmung losgehen. um uns auf das sportgroßereignis einzustimmen, das gerüchten zufolge zur selben zeit starten sollte, hatten wir uns alle trikots der karlsruher “info-kickers” besorgt und haben erstmal ein bierchen aufgemacht, um so den gpn-anstoß zu begießen.
der freitag fing (wegen der kickerei) mit einem slow-start an, dafür hatten wir abends das “powerpoint karaoke” im programm. leicht angetrunken hatte ich die zweifelhafte ehre die ersten präsentationsfolien zu besingen, die so großartige lyrics wie “kemal tötet mit seinem messer” hatten.
letzte woche war ich also von mittwoch bis freitag beim diesjährigen radiocamp, bevor ich wegen des beginnenden gulaschprogrammierens wieder abrücken musste. das anwesende chaos - im wesentlichen wera von radio dreyeckland und ich - hatte sich natürlich organisiert. so konnten wir gleich am ersten abend einige kinder zum eis-crushen einspannen und verstießen gegen das hartalk-verbot aufm camp indem wir uns ein paar tschunks mixten.
am nächsten tag tapten wir erstmal meine fritzbox an einen baum, um auch vom see-ufer aus noch entspannt nerden zu können. das war auch dringend notwendig, denn ich musste noch die abendverstaltung zum thema “freie radios in der digitalen medienwelt” vorbereiten. das klappte auch ganz gut, und so hielt ich - mit einem ordentlichen sonnenbrand auf der stirn - abends einen vortrag, der auch gut und gerne dreimal so lange hätte gehen können. leider wurde durch den ortswechsel nach dem vortrag die diskussion etwas fragmentiert. (die jungen pds-genossen, mit denen sich das radiocamp die location teilte, brauchten den beamer um fußball zu gucken oder so.) nächstes jahr überlege ich mir, dazu einen workshop zu machen. die folien zum vortrag gibt’s im entropia-wiki.
nächstes jahr wäre es cool, wenn das camp nicht mit der gpn zusammenfallen würdeund ein paar mehr chaot/innen mitkommen würden. (mein projekttitel dafür ist a.b.c.d.e.f.g.h.i.j. - advanced boot camp des entropia für gulasch, hacker/innen und interessierte jugendliche.)
am letzten tag sind dann wera und ich noch losgezogen und haben die campleute - zur einstimmung auf die gpn - gefragt, was denn “hacker” und “haecksen” sind. das ergebnis sind ca. 6 minuten lustiges mp3.
letzte woche gab’s nicht nur den international slayer day zu feiern. ich war auch noch (leider nur) zwei tage auf dem radiocamp am bodensee und an der GPN5. aber dazu mehr, wenn ich meinen bürgerlichen pflichten ein wenig nachgekommen bin.
fünf entropianer haben bielefeld gefunden, und befinden sich nun bei der
hack’em, einem kleinen aber feinen event des c3bi. ich habe dort ein wenig von freie radios erzählt, später gibt’s noch ne diskussion über freie und unfreie multimedia-formate, bei der ich die dankbare aufgabe haben werde, mp3 als böses patentformat
zu vertreten.
gerade neben mir (und je nach aufblicken vom notebook auch mit mir) wird über
eine art aggregierten und vorallem verteilten terminkalendar gesprochen, der
auch für uns bei entropia interessant wäre, um bpsw. unsere veranstaltungen und alle anderen im virtuellen wie physischen umkreis zu aggregieren. mal sehen was daraus wird!
andere haben gestern mit grafik-software experimentiert, schön:
es wird zeit, dass ich endlich ein blog aufmache, das sich dem kreativsten oder frechsten spam widmet, wie z.b. diesem hier aus dem entropia-wiki:
<div style="display:none">
[We are delicate. We do not delete your content.][... spam-urls ...]
wäre ja noch schöner. we are mean. we do delete your spam.
entropia veranstaltet auch in diesem jahr wieder eine gpn:
Der Entropia e.V. - Chaos Computer Club Karlsruhe lädt im fünften Jahr zur GPN Programmiernacht ein. Am Wochenende vom 9. bis 11. 6. 2006 wird sich in den Räumen der HS(ex-FH) Karlsruhe eine hackerfreundliche Mischung aus Vorträgen, Workshops, Projekten, Chillout und Chaos entfalten und den Besuchern Gelegenheit bieten, ihr Wissen zu mehren und zu verbreite(r)n.
Die GPN hat sich inzwischen als süddeutsches Hackerevent etabliert und in den letzten Jahren für viel positives Feedback gesorgt. Auch dieses Jahr wollen wir uns wieder mit den Auswirkungen von Technik auf den Einzelnen und die Gesellschaft beschäftigen. “Hacken” nach der Definition des Entropia e.V. ist der verantwortungsbewusste und kreative, durchaus manchmal verspielte, Umgang mit Technik. [weiterlesen]
dieses jahr freue ich mich ganz besonders über die mitarbyte aus dem weiteren ccc-umfeld: fukami und jens werden uns helfen, ein interessantes programm zusammenzustellen und hatten bereits interessante ideen/experimente, die wir uns überlegen möchten. auch starbug und tim werden den ein oder anderen tipp und tatkraft beisteuern.
wir denken darüber nach, die ein oder andere idee von anderen veranstaltungen aufzugreifen, darunter fällt u.a. das speed geeking, das mich allerdings erst noch davon überzeugen muss, dass es nicht genauso wie das powerpoint karaoke eher ins unterhaltungsprogramm gehört.
möglicherweise wichtig werden könnten die workshops: wir möchten ein wenig davon weg relativ viel “vorne einer, hinten viele” zu machen. wir wollen erreichen, dass die leute das “p” in “gpn” umsetzen, und tatsächlich coden. deswegen möchten wir mehr (ganztägige?) workshops, mehr neue experimente, wie z.b. “open space” und am besten ganz viele freie menschen mit freier software.
eine relative neue idee, die sich aber erst noch bewähren müsste, ist die idee einer art “geeker’s corner”. sie beruht darauf, dass der auf der letzten gpn allseits beliebte (raucher-)balkon stets mit leuten besetzt war, so dass er sich für einen spontanen und vorallem für die überraschten hörer verpflichtenden kurzvortrag zu einem beliebigen thema einfach anbot. wir möchten es tatsächlich den leuten verbieten, vor dem vortrag zu flüchten, um so jeder person das recht angehört zu werden zu geben. wir denken noch über ein zeitlimit nach.
ich selbst plane einen vortrag über Confucian Philosophy in Software Design und einen vortrag oder workshop über wikibots in ruby. man wird sehen wieviel davon ich wirklich fertig kriege
p.s.: zu der “aber da ist doch eröffnungsspiel der wm!11″-debatte sage ich nur soviel, dass mir die wm-homepage gerade den webbrowser mit diesem blogposting weggehängt hat. not amused.
vor einigen tagen nahm ich mit daniel kulla eine weitere sendung aus der reihe radio chaotica auf. für die freunde des wellenradios wird die sendung am 20. februar um 16:00 auf querfunk 104,8 mhz (in karlsruhe) laufen.
eine - wie ich finde - sehr gelungene sendung, wenn ich auch nicht so ganz mit der aussteuerung zufrieden bin - mp3gain reichte dafür dann doch nicht. einige kommentare zur sendung kann man bereits bei classless lesen.