Gabber in die Nacht

Diese Woche soll laut dem Querfunk-Sendungsplan (aber nicht laut
dem Sendungsplan im Internet) die
3. Saugnapf-Sendung am Sonntag von 23:00 bis 24:00 laufen. Ich bin
allerdings ein bisschen dumm, und hatte mich im Januar auf den festen
Rythmus “alle 2 Wochen ist Sendung” eingestellt. Das stimmt natuerlich
nicht, die Sendung laeuft jeden 2. und 4. Sonntag im Monat, und der
Kalender ist nun mal so, dass zwischen der zweiten Sendung und
der dritten
Sendung
eigentlich drei Wochen liegen. Das habe ich jedoch erst
durch einen Zuhoereranruf am letzten Sonntag erfahren, den anstatt
unser ohrenbluteninduzierenden “Death Metal und Gabber
Spezial”-Sendung haette eigentlich eine vorproduzierte “Jazz in die
Nacht”-Sendung laufen sollen. Da haben wohl ein paar Leute nicht so richtig gut einschlafen koennen.

Unserem Motto “Saugnapf zieht dir die beste Musik aus dem Netz”
haben wir in dieser Sendung nur Musik gespielt, die man sich ohne
Passwort mit einem Webbrowser klicken kann. Irgendwann vor Ewigkeiten
hatte ich in einem Opendir ein paar Tracks von Porphyria (klingt so wie
die Krankheit, ist es aber nicht) gezogen, und die haben dem Geist so gefallen,
dass wir spontan eine “Death Metal”-Sendung angekuendigt
hatten. Leider war das Opendir mittlerweile aus dem grossen Datenozean
verschwunden, und die Suche nach gutem Death-Metal erwies sich nicht
so einfach, wie zuerst angenommen. Wo kriegt man denn so guten Metal
her, der nicht so klingt, als haetten ein paar Teenager die
Distortion-Pedale auf Anschlag gedreht und dazu in ein schepperndes
Mikro gejault? Doch nach einigen Umwegen ueber mp3.de und Konsorten stiess ich auf die
Seite purevolume.com, auf der
sich einiges an coolen, scheppernden und kreischenden Bands
angesammelt hat. Dort gibt es wirklich fuer jeden Schwermetaller was,
unter anderem haben wir christlichen
Death-Metal
, Lovecraft-Metal,
Speedcore
und wie auch immer das ganze Geschrammel heisst gespielt. Und ein paar
Tracks von Teenager-Bands
mit aufgedrehten Verstaerkern
waren auch dabei.

Was hat auf den Plattencovern genauso viele Totenschaedel wie
Death-Metal-Scheiben, hoert sich fuer Menschen ueber 30 genauso
schlimm an, und wirft mit XXX-Core begriffen um sich, ist aber kein
Metal? Na klar, Gabber! Deswegen durfte bei unserem “Death Metal
Spezial” auch kein guter, durchhaemmernder
Hardcore-Gabber-Grindcore-Utz-Utz fehlen. Angesichts der richtig
schlimmen Sachen die man bei der Gabba-Front Berlin (oder noch
besser, bei der Gabber-Front
Karlsruhe
) finden kann, haben wir uns doch ein bisschen
zurueckgehalten, und eher niedlich-melodische Tracks wie Steroids
von Jinx gespielt. Bei der Gabba-Front Berlin sind Tracks wie 30
Stunden Schmerz herzlichst zu empfehlen. Uebrigens die erste Seite,
bei der die Songs nicht nach Guete, sondern nach BPM bewertet
werden. BPM fuer 30 Stunden Schmerz: 330. Na dann, die Saugnapf-Crew
wuenscht ihnen einen erfreulichen Herzinfarkt.

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