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Lederhut

Heute ist mein letzter Tag in Sydney und ich hab keinen Bock auf Touri-Aktionen. Also schnappe ich mir einen meiner Zimmernachbarn, um erstmal im Hyde Park zu Frühstücken. Jetzt habe ich noch eine durchaus beachtliche Einkaufsliste fehlender Ausrüstungsgegenstände, die ich heute noch zu besorgen gedenke. Also marschieren wir systematisch durch alle Straßen und Malls nördlich der Market Street (beim Sydney Tower, auf den ich auch noch mal wollte). Nach drei Stunde geben wir leicht genervt auf und laufen zurück zum Hostel. Dort ziehe ich durch die umliegenden Outdoor-Shops (habe nachgezäht, es sind elf Stück) und kaufe zwei Hüte aus UV-abweisendem Stoff (einen »klassischen Hut« ein eine Baseball-Cap mit abnehmbaren Nackenschutz). Ausserdem noch dünne Sonnenschutzhandschuhe (sowas habe ich in Deutschland mal lange vergeblich gesucht) und ein langes, helles Hemd (kann man nie genug von haben). Seit meiner Ankunft suche ich vergeblich nach einem schönen australischen Hut aus Kängeruhleder. Klamotten lassen mich ja im Allgemeinene eher kalt, aber so einen Hut find ich klasse, den will ich unbedingt haben!

Nachdem ich meine Einkäufe aufs Zimmer gebracht habe, beschliessen wir noch, einen Spaziergang nach Darling Harbour und dort über die Brücke auf die andere Seite zu machen. Direkt nach der Brücke gibt es linkerhand ein großes Einkaufzentrum mit viel Touri-Läden, edlen Bars, einem Laserdrome und zu meinem blanken Entsetzen auch zwei Läden mit Unmengen an Aussie-Hüten. Mit meinem Gewichtslimit und den bereits getätigten Ausgaben für die zwei neuen Hüte im Hinterkopf lasse lege ich schweren Herzens meinen favorisierten Hut zurück, schreibe mir Hersteller und Modellbezeichnung auf und mache mich vom Acker.

Wen es interessiert: mir steht der Sinn nach einem Hut der Firma Barmah, und zwar nach dem Squishy Roo Crackle XXL in der Farbe hickory oder brown. Es gibt einen Reseller in Alice Springs und zwei in Adelaide. Vielleicht überkommt’s mich ja noch und ich nehme mir einen mit 🙂

Sydney Aquarium

Heute war ich im Sydney Aquarium. War ziemlich voll und laut, aber sonst ganz nett. Etwas befremdlich fand ich, dass sich eigentlich niemand mehr die Ausstellung einfach ansieht. Stattdessen drängeln sich massenhaft Hobbyfotografen vor den Exponaten… Ich nehme mich da gar nicht von aus, obwohl ich versucht habe, die Kamera auch mal wegzupacken und Dinge auch mich wirken zu lassen.

Der Fisch war ungefähr so groß wie das Kind.

Der Fisch war ungefähr so groß wie das Kind.

DO NOT ENTER. If the fall doesn't kill you, the crocodile will.

DO NOT ENTER. If the fall doesn't kill you, the crocodile will.

Wie man Salz- von Süßwasserkrokodilen unterscheidet.

Wie man Salz- von Süßwasserkrokodilen unterscheidet.

Fluoreszierende Quallen.

Fluoreszierende Quallen.

Dugongs, eine der Hauptattraktionen des Aquariums. Leider hab ich keine bessere Aufnahme.

Dugongs, eine der Hauptattraktionen des Aquariums. Leider hab ich keine bessere Aufnahme.

Warum man in Australien NICHT einfach so ins Meer geht.

Warum man in Australien NICHT einfach so ins Meer geht.

Das einzig wirklich gute Foto meines Besuchs.

Das einzig wirklich gute Foto meines Besuchs.

Zustand des Blogs

Da ich hier eher selten gescheites Internet habe, schreibe ich meine Blogeinträge immer offline am EeePC und veröffentliche die dann bei Gelegenheit en bloc. Bei den aelteren Posts habe ich teilweise das falsche Datum angegeben, das raeume ich dann mal auf, wenn ich irgendwo Zeit und Internet fuer umsonst habe.

Wenn ich wieder zuhause bin, werde ich hier mal ordentlich aufräumen, die Fotos nachbearbeiten, mehr Links einfügen und meine Texte einer Rechtschreibprüfung unterziehen. Bis dahin bleibt’s erstmal so.

Und an alle Leser von planet.entropia.de: Sorry wegen der vielen non-hacking-related Posts. Da müsst ihr die nächsten zwei Monate durch 🙂

Fotos 1

Hier einfach mal ein paar Impressionen aus Sydney:

Monorail.

Monorail.

Im Schatten dieses Baumes im Hyde Park bin ich am Vortag eingeschlafen.

Im Schatten dieses Baumes im Hyde Park bin ich am Vortag eingeschlafen.

Die Vögel mit dem gebogenen Schnabel schreien, als gäbe es kein Morgen...

Die Vögel mit dem gebogenen Schnabel schreien, als gäbe es kein Morgen...

Blick nach hinten von meinem Schlafplatz aus.

Blick nach hinten von meinem Schlafplatz aus.

Hauptweg im Hyde Park. Hier haben wir zwei Tage später auf einer Bank gefrühstückt.

Hauptweg im Hyde Park. Hier haben wir zwei Tage später auf einer Bank gefrühstückt.

Palmen im Hyde Park.

Palmen im Hyde Park.

Archibald Fountain.

Archibald Fountain.

St. Mary's Cathedral.

St. Mary's Cathedral.

Sydney Festival in The Domain.

Sydney Festival in The Domain.

Eingang zum Botanic Garden.

Eingang zum Botanic Garden.

Fliegende Tiere am Tag.

Fliegende Tiere am Tag.

Main Pond im Botanic Garden, im Hintergrund Farm Cove.

Main Pond im Botanic Garden, im Hintergrund Farm Cove.

Bild für »Ackerparty around the World«.

Bild für »Ackerparty around the World«.

Vergoldeter Baum in Chinatown. Die Symbolik dahinter stand auf dem Schild davor, aber ich hab vergessen, das  zu fotografieren. Da die Sonne ziemlich stark herrunterbrannte und ich den langen Text nicht lesen wollte, bin ich einfach wieder getürmt. Vieleicht trage ich das nach, mein Hostel am Ende der Reise ist um die Ecke.

Vergoldeter Baum in Chinatown. Die Symbolik dahinter stand auf dem Schild davor, aber ich hab vergessen, das zu fotografieren. Da die Sonne ziemlich stark herrunterbrannte und ich den langen Text nicht lesen wollte, bin ich einfach wieder getürmt. Vieleicht trage ich das nach, mein Hostel am Ende der Reise ist um die Ecke.

Was wohl... :-)

Was wohl... 🙂

Botanic Garden mit Skyline.

Botanic Garden mit Skyline.

Zur Mittagszeit füllen sich die zahlreichen Parks in Sydney mit der arbeitenden Bevölkerung. Die essen dann ihr Mittagessen, schlafen, lesen ein Buch oder halten ein Schwätzchen. Ich hab noch nie so viele Menschen im Anzug gesehen, die schlafend auf irgendwelchen Wiesen liegen.

Zur Mittagszeit füllen sich die zahlreichen Parks in Sydney mit der arbeitenden Bevölkerung. Die essen dann ihr Mittagessen, schlafen, lesen ein Buch oder halten ein Schwätzchen. Ich hab noch nie so viele Menschen im Anzug gesehen, die schlafend auf irgendwelchen Wiesen liegen.

Szenebar in der Nähe meines Hostels.

Szenebar in der Nähe meines Hostels.

Eingesperrt

Nach unserem Spaziergang zur Harbour Bridge und zur Opera sind wir nochmal durch den Royal Botanical Garden gelaufen. Zum Glück, denn bei meinem ersten Besucht nach meiner Ankunft bin ich hier ziemlich müde durchgetrottet und hab eigentlich gar nix mitbekommen. Durch die einsetzende Dämmerung kamen allerlei fliegendes Getier (mein Mitstreiter votierte für Fledermäuse, während ich auf Flughunde tippte) hervor und füllte die Luft über unseren Köpfen.

Der Himmel über dem Fuhrpark.

Der Himmel über dem Fuhrpark.

Während wir uns gemütlich fotografierend dem südlichen Ausgang nähern, fällt mir die Beschilderung der Eingänge ein, die ich am ersten Tag gesehen hatte: »Der Park wird um 20:15 Uhr geschlossen. Sollten sie sich vor einem verschlossenen Tor befinden, rufen sie bitte die Parkranger unter der Telefonnumer XYZ an. Klettern sie zu ihrer eigenen Sicherheit auf keinen Fall über Tor oder Zaun«. Tor und Zaun bei der Opera (dort war mir das in mindestens sechs Sprachen verfasste Schild zuerst aufgefallen) sind oben mit ekligen langen Stacheln versehen, um der Aufforderung des Schildes genügend Nachdruck zu verleihen.

Inzwischen ist das Sonnenlicht soweit weg, dass wir keine ordentlichen Fotos mehr schiessen können und die Uhr zeigt 20:18. Im leichten Laufschritt bewegen wir uns Richtung Ausgang, bis wir vor einem großen Eisentor zum Stehen kommen. Der Zaun besteht hier aus einer dicken, ca. 2,3m hohen Betonmauer mit flachem Abschluß. Prima, da kommen wir locker drüber. Auf der anderen Seite angekommen befinden wir uns allerdings nicht in Freiheit, sondern um parkeigenen Fuhr- und Gerätepark! Trotzdem gehen wir erstmal weiter Richtung Autobahnzubringer, bis wir wieder vor einem verschlossen Tor stehen. Als wir hinter uns dann Stimmen hören, erklettern wir auch dieses Hindernis in Rekordzeit und befinden uns jetzt direkt nördlich des Cahill Expressways auf einem kleinen einspurigen geteerten Weg. Nach dreihundert Metern Fußmarsch in Richtung der Brücke, über die ich am Vortag schon einmal in Richtung Opera übequert hatte, stehen wir schon wieder vor einem verschlossen Tor; diesmal mit den Schikanen vom anderen Ausgang: Längsstreben und eklige Spitzen obendrauf. Dafür ist das Ding nur mannshoch und mit etwas Geschick meistern wir auch diese letzte Hürde.

Cahill Expressway

Cahill Expressway

Art Gallery of NSW

Art Gallery of NSW

Stonetree

Ich hab auch keine Ahnung, warum der Stein im Baum steckt. Hier gibt's irgendwo einen Geocache um die Ecke, aber da hatte ich in dem Moment keine Lust mehr zum Suchen.

Everywhere Internet

Sitze gerade mit meinem EeePC bei Everywhere Internet und versurfe meine 2 AU$, die mir eine Stunde Connectivity und schnelles Internet versprechen.
Viel werde ich nicht schaffen; alle Verbindungen dümpeln gemütlich mit Datenraten zwischen 4KB/s und 16KB/s vor sich hin. Die Verbindung zum Mailserver der Uni bricht regelmäßig weg und SSH ist auf »Avian-Carrier-Niveau«.

Eigentlich wollte ich hier heute abend nochmal hingehen und mit ein paar Leuten skypen, aber das wird nix. Dann löhne ich doch lieber 4 AU$/h in meinem Hostel und hoffe, dass es dort besser funktioniert…

Sydney 3

Ich brauch ein bisschen Krams für meinen Aufenthalt im Outback, insbesondere einen Hut, der zuverlässig die Sonne blockiert und nicht so furchtbar aussieht wie mein jetziger. Wer mich kennt, der weiss, dass ich von Outdoorläden magisch angezogen werde.

Wenn ich aus meinem Hostel auf die Straße trete, befinden sich direkt links und rechts sechs Outdoorläden. Und zwar nicht so kleine Mini-Läden, sondern richtig große Geschäfte mit viel Auswahl und Spezialkrams wie Ausrüstung zum Eisklettern. In Karlsruher Größen wäre das. mindestens so groß wie das Basislager, aber eher so groß wie WOICK.

Und wenn man die Straßenseite wechselt, gibt’s nochmal fünf Läden! Ich hab mich aber beherrscht und nur ein Ding gekauft, das ich schon seit Tagen vermisse. Leider hat keins der Geschäfte einen schönen Lederhut, also muss ich da wohl noch etwas weitersuchen… Oder erstmal für Alice Springs was aus Stoff besorgen und später den Lederhut dazukaufen. Gerade ist Jahreswechsel-Ausverkauf, weshalb es überall 15% bis 30% Rabatt gibt. Tempting…

Sydney 2

Die Verkehrsführung in Sydney ist so wirr, dass an jeder Fußgängerampel am Boden steht, von wo die größe Gefahr zu erwarten ist:

Sydney street sign at pedestrian crossings and red lights.

Sydney street sign at pedestrians crossings and red lights.

Sowieso: Linksverkehr… das wird noch ziemlich lustig. Noch erschliesst sich mir das alles nicht so intuitiv. Aber ich kann ja über zwei Wochen lang an der leeren Küste üben, bevor ich dann wieder hier bin.

Sydney 1

Ich bin jetzt seit knapp drei Tagen in Sydney und ich fühle mich hier sauwohl. Eigentlich bin ich ja nicht so der Großstadtmensch, aber man kann Sydney einfach nicht mit Berlin oder Frankfurt vergleichen.

Vorgestern bin ich erstmal planlos durch die Gegend gelaufen, um mein Jetlag etwas im Schach zu halten. Im Hyde Park bin ich dann im Schatten eines großen Eukalyptusbaum eingeschlafen… In den Parks gibt’s ausser Tauben noch so große Vögel mit langem, gebogenem Schnabel, die extrem laut rumschreien (kann man echt nicht anders ausdrücken), weshalb ich nach einer Stunde auch wieder wach war.

Derzeit ist gerade Sydney Festival, weshalb in den zahlreichen Parks und am Hafen überall Gaukler und Fressbuden rumstehen.

Tasty German Sausages

Tasty German Sausages

Am Eingang zu den Royal Botanic Gardens traf ich dann auf dieses Sinnbild australischer Lässigkeit:

Please walk on the grass.

Please walk on the grass.


Als ich dann beim Circular Quay und der Sydney Opera angekommen war, hatte sich das Wetter so verschlechtert, dass ich anfing zu frieren und die meisten Fotos nur noch im Einheitsgrau glänzten. Hab mich dann geocachenderweise auf Zick-Zack-Kurs zurück ins hostel begebenen, wo ich dann vor lauter Müdigkeit ohne Abendessen in voller Montur eingeschlafen bin.